GEMEINSAM LESEN/READING TOGETHER: Zuni: Reflections of a Proud Anarchist Ex-Whore Zuni Reflektionen einer stolzen anarchistischen Ex-Hure

Event Datum: 
Dienstag, März 5, 2024 - 18:30
Stadt/Region: 
Wir lesen gemeinsam den Text Reflektionen einer stolzen anarchistischen Ex-Hure, der*des anarchistischen Sexarbeiters*Sexarbeiterin Zuni. Together we read the text Reflections of a proud anarchist ex-whore, by the anarchist sex worker Zuni.

Datum/Date: 05.03 um 18.30 Uhr – at 6.30 P.M.
Sprachen/Languages:
English&Deutsch
Ort/Place: Botopia (Griesenbruchstr. 9 – Bochum)

Wir lesen gemeinsam den Text Reflektionen einer stolzen anarchistischen Ex-Hure, der*des anarchistischen Sexarbeiter*in Zuni. Zuni beschriebt Zunis eigenen Gründe mit Sexarbeit zu beginnen, was dies Zuni ermöglichte und warum Zuni stolz ist gemeinsam mit Zunis Kolleg*innen außerhalb der respektablen Gesellschaft gestanden zu haben. Der Text schließt mit dem Wunsch ab, dass Sexarbeit:innen nicht nach der Anerkennung durch die Gesellschaft suchen, sondern für die Befreiung von ihr und deren Untergang kämpfen sollten.
Wir diskutieren (voraussichtlich in Kleingruppen) den Text und weitere anarchistische Perspektiven auf Sexarbeit. Die Diskussion ist grundsätzlich offen. Personen, die sich jedoch als Aktivist*innen direkt oder indirekt für Repression gegen Sexarbeiter*innen aussprechen, behalten wir uns vor (notfalls handfest) auszuschließen.

Die Veranstaltung findet in Rahmen der Anarchistisch/Antiautoritären Anti-Patriarchalen Wochen 2024 statt. Aufruf und Gesamtprogramm der Wochen gibt es auf: anarchynotpatriarchy.blackblogs.org.

Unsere Grundhaltung zu Sexarbeit:

"Gegen jede Arbeit : Solidarität mit Sexarbeiter*innen
Ein Feminismus, der nicht jede Arbeit, Eigentum, Geld und den Staat ablehnt, wird auch automatisch ein falsches Verhältnis zur Sexarbeit entwickeln, entweder indem er sie zu einem Übel erklärt, das (direkt oder indirekt) verboten werden muss oder sie als befreiend und anti-patriarchal verklärt. Wer staatliche Repression fordert und allgemein die Vorstellung hat Menschen durch den Staat, dass heißt Gesetzte und deren Durchsetzung (welche immer staatliche Gewalt erfordern), zu „besseren“ z.B. feministischen Menschen zu erziehen, ist zutiefst autoritär. Es ist kein Wunder, dass der Wunsch nach einem Verbot von Sexarbeit innerhalb linker Kreise meist von staatssozialistischen Feminist*innen kommt.
Genauso wenig solidarisch oder befreiend ist die liberale Antwort – zu ignorieren das Arbeit immer Ausbeutung ist und sie ist in keinster Weise Befreiung vom Patriarchat. Solange Arbeitszwang und der Zwang zur Unterordnung unter Kapitalismus und Staat besteht, kann es keine Befreiung vom Patriarchat geben."

English
Together we read the text Reflections of a proud anarchist ex-whore, by the anarchist sex worker Zuni. Zuni describes Zuni’s own reasons for starting sex work, what made it possible for Zuni and why Zuni is proud to have stood outside of respectable society together with Zuni’s colleagues. The text concludes with the wish that sex workers should not seek recognition from society, but should fight for liberation from it and its demise.
We will discuss (probably in small groups) the text and other anarchist perspectives on sex work. The discussion is open. However, we reserve to exclude people who advocate direct or indirect for repression against sex workers (by force if necessary).

The event is part of the Anarchist/Antiautoritharian Anti-Patriarchal Weeks 2024. The call and entire program of the weeks is available here: anarchynotpatriarchy.blackblogs.org

Our base position concerning sex work:

"Against all work : Solidarity with sex workers

A feminism that does not reject all work, property, money and the state will automatically develop a false relationship to sex work, either by declaring it an evil that must be banned (directly or indirectly) or by glorifying it as liberating and anti-patriarchal. Anyone who demands state repression and generally has the idea of educating people by force to become „better“, e.g. feminist people through the state, i.e. laws and their enforcement (which always require state violence), is deeply authoritarian. It is no wonder that the desire for a ban on sex work within left-wing circles usually comes from statesocialist feminists.
Neither is the liberal response one of solidarity or liberation – to ignore that labor is always exploitation and in no way liberation from patriarchy. As long as there is the compulsion to work and coercion to submit to capitalism and the state, there can be no liberation from patriarchy."

 

Bilder: 
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