Rostock: Nach Unterschlagung im Naziladen Selbstmord und andere Neuigkeiten

Red_Angel 24.08.2008 20:58 Themen: Antifa
Wie bereits berichtet, hatte der bundesweit bekannte Neonaziladen 'Dickkoepp' (früher bekannt unter dem Namen 'East Coast Corner') Sorgen an der Heimatfront. Nicht nur die Antifa machte dem Laden zu schaffen. Cliff Drewes, einer der Angestellen, unterschlug mehr als 3000€. Ende Juli hat Cliff offenbar Selbstmord begangen und Neonazis streiten, wer für den Tod verantwortlich ist. Außerdem Lachen ist gesund - Nationale Sozialisten und ihre heldenhaften Aktionen zum Todestag von Heß und Neonazis liefern sich Saalschlacht mit der Polizei.
'Altermedia' eine bekannte rechtsextremistische Internetseite hatte praktisch ein Fahndungsbild veröffentlicht. Man brüstete sich sogar damit ihn offensichtlich so eingeschüchtert zu haben, dass er die Hansestadt schnellstmöglich verlassen wollte. In den Kommentarspalten wurde Drewes übel beschimpft. Nach dem Selbstmord machten Rostocker Neonazis 'de Vries' aufgrund seiner und der Hetzkampagne Altermedias für den Tod mitverantwortlich. Welche Ausmaße diese gehabt haben muss, machen Kommentare wie von 'de Vries' ala "Ein Mitarbeiter von uns hat am Donnerstag bei einer Bekannten von Cliff Drewes ein Teil der gestohlenen Ware sichergestellt." deutlich.
De Vries betont jedoch ausschließlich private Probleme hätten zu seinem Selbstmord geführt.

Für Unterhaltung der etwas amüsanteren Art und Weise sorgten mal wieder die Nationalen Sozialisten Rostock. Diese Truppe sorgt schon seit einiger Zeit für allgemeine Erheiterung in der Hansestadt. Auf einem inzwischen wieder entfernten Videobeitrag auf der Plattform youttube sah man 2-3 Gestalten, die einige Heß-Konterfeis in der Gegend versprühten. Zu den Höhepunkten des Videos zählte jedoch der inoffzielle Beitrag beim Wettbewerb 'Wie beschmiert man möglichst krakelig eine Häuserwand' - vor dieser Leistung hätte sicher so mancher 7-jähriger kapitulieren müssen. Außerdem brachten sie noch ein vollgekritzeltes Bettlaken an einer Brücke an. Während ein Kamerad noch das "Transparent" befestigte, trat der andere bereits zur Flucht an, die an Leistungen im Pekinger Vogelnest erinnern.

Ein weiteres Exempel geballter Naziintelligenz spielte sich vergangene Nacht ab. Etwa 50 Neonazis traten zum gewohnten Reigen aus schlechter Musik und viel zu viel Alkohol an. Dieser wurde jedoch durch lokale Polizeikräfte jäh unterbrochen. Die Veranstaltung war nicht angemeldet und das Gebäude dafür auch nicht ausgerüstet. So fehlte es an Notausgängen und Toiletten. Pikantes Detail - nach Angaben von mv-regio soll ausgerechnet die Stadt die Industriebrache vermietet haben, wo das Konzert stattfand. Als die Polizei das Konzert auflösen wollte, griffen die Rechten die Polizei mit Feuerlöschern an. Sie warfen mit Sitzbänken und Bierkästen um sich. 38 Personen wurden vorläufig fest genommen und werden sich demnächst über ein (weiteres) Strafverfahren erfreuen dürfen. Glaubt man Darstellungen auf 'Altermedia', war die Ausweglosigkeit der Situation eigentlich gut einzuschätzen. Vielleicht fühlten sich die Kameraden auch nur vom Filmstreifen '300' ermuntert und spielte die Schlacht bei den Thermopylen nach.


Endstation - Rechts: Gerücht bestätigt - Drewe ist tot.

Kondolenzgruppe im Community-Portal sh-spion.de

Polizeibericht...
Ein als private Geburtstagsfeier getarntes rechtes Rockkonzert ist von der Rostocker Polizei in der vergangenen Nacht aufgelöst worden. Dabei wurden die Beamten von den ca. 50 Teilnehmern überaus brutal angegriffen. Mit Bänken, Bierkästen und Feuerlöschern gingen die Konzertbesucher auf die Polizisten los. 11 Beamte wurden dabei leicht verletzt. Drei Veranstaltungsteilnehmer erlitten ebenfalls Verletzungen. Insgesamt 38 Teilnehmer der rechtsextremistischen Musikveranstaltung wurden vorläufig festgenommen. Gegen diese Personen wurden Ermittlungsverfahren wegen schweren Landfriedensbruchs eingeleitet.


Vom Veranstalter des rechtsextremistischen Musikkonzertes waren, unter dem Vorwand eine private Geburtstagsfeier durchführen zu wollen, zunächst Räumlichkeiten für den 23.08.2008 im Rostocker Stadtteil Brinkmannsdorf angemietet worden. Dies war der Polizei im Rahmen ihrer Ermittlungen bekannt geworden. Noch vor Beginn wurde die Veranstaltung unterbunden.


Die Organisatoren verlagerten daraufhin das Konzert nach Rostock / Gehlsdorf. Hier wurde in einer leerstehenden Halle provisorisch eine Bühne hergerichtet und auch ein Einlass- und Getränkeverkauf organisiert. Auch hier untersagte die Polizei die Durchführung der Veranstaltung. Als entgegen des Verbotes in der Halle das Musikkonzert begann, versuchten Polizeibeamte den Veranstaltungsort zu betreten. Sie wurden sofort massiv angegriffen, mit Flaschen, Bierkästen und Bänken beworfen und mit Feuerlöschern besprüht. Von den Gewalttätern konnte die Polizei insgesamt 38 Personen vorläufig festnehmen. Dabei handelt es sich um 6 Frauen und 32 Männer im Alter von 19 bis 37 Jahren aus Rostock, Schwerin, Berlin und Lübeck.

In der Halle wurde zudem verschiedenes rechtsextremistisches Propagandamaterial sichergestellt, dessen strafrechtliche Relevanz derzeit geprüft wird. Die polizeilichen Ermittlungen dauern weiter an.
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Ergänzungen

Presse

Red_Angel 24.08.2008 - 21:36
Rostock: Konzert aufgelöst - Rechte greifen Polizisten an

Die Rostocker Polizei hat in der Nacht zum Sonntag ein Konzert der rechtsextremen Szene verhindert. Bei der Räumung der leer stehenden Halle im Ortsteil Gehlsdorf seien die etwa 50 Besucher "äußerst brutal" mit Bierkästen, Bänken und Feuerlöschern auf die Beamten losgegangen, teilte die Polizei mit. Bei der Auseinandersetzung seien elf Beamte und drei Konzertbesucher verletzt worden. Die Polizisten hätten Prellungen und Blutergüsse erlitten, ihren Dienst aber fortsetzen können. Die Polizei nahm sechs Frauen und 32 Männer im Alter zwischen 19 und 37 Jahren aus Rostock, Schwerin, Lübeck und Berlin vorübergehend fest. Die Polizei ermittelt nun gegen sie wegen schweren Landfriedensbruchs.
Propagandamaterial sichergestellt

Nach Polizeiangaben hatten die Veranstalter zunächst in Rostock-Brinkmannsdorf Räume angemietet, angeblich für eine private Geburtstagsfeier. Nachdem die Polizei die Veranstaltung noch vor ihrem Beginn untersagt hatte, verlagerten die Organisatoren das Konzert in die Halle in Gehlsdorf. Auch dort untersagten die Polizei das Konzert. Trotz Platzverweisen verließen die Teilnehmer den Ort nicht, sondern begannen das Konzert. Bei der anschließenden Räumung stellte die Polizei in der Halle auch rechtsextremes Propagandamaterial sicher.

Von Montag an will die Polizei am Tatort aufgenommene Videos auswerten, um Vorwürfe der Körperverletzung, des Widerstandes und der Sachbeschädigung zu überprüfen. Vier Personen sei schwerer Landfriedensbruch bereits jetzt sicher nachzuweisen, sagte ein Polizeisprecher.
Stand: 24.08.2008 14:57


Moin

Moin 25.08.2008 - 14:53
Bei dem Selbstmord soll es sich tatsächlich vorallem um private Gründe gehandelt haben. So soll ihn seine langjährige Freundin verlassen haben. Ob und wie diese ganze Unterschlagungssache damit reingespielt hat weiß ich aber nicht. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen da man sich deswegen umbringt. Dann hätte er ja schon von vornherein sich sagen müssen ich werde jetzt mal Geld unterschlagen und wenn ich erwischt werde bringe ich mich halt um. Das leuchtet mir nicht ein. Dann hätte ich eher das unterschlagene Geld zuückgezahlt statt mich umzubringen.

Und zu den Vorfällen in Gehlsdorf.
Wenn die Polizei das Konzert stürmt und auf Frauen einprügelt und Konzertbesuchern die Knochen bricht, z.B. gab es ein Beinbruch und mindestens ein Fingerbruch plus etliche Hämatome und gereizte Augen, dann brauchen sie ich nicht zu wunden das mal ne Flasche auf die gut gepanzerten Knüppelbullen fliegt. Die Verletzten Polizisten haben sich doch nur als Krank gemeldet weil sie jemand mit Feuerlöscherflüssigkeit besprüht hat.

In eurer Szene hätte das ganze vemutlich die Überschrift:
Junge Menschen wehren sich gegen faschistischen Überfall von Nazibullen.

So war´s wirklich

Roterstern 26.08.2008 - 13:19
Die privaten Probleme des Cliff Drewes bestanden darin, daß Birger Lüssow seine Alte gefickt hat. Derselbe Birger Lüssow, bei dem die "gestohlene" Ware gefunden wurde (in seinem zweiten Laden, mit Ausnahme von zwei Pullovern). Lüssow ist wirtschaftlich dermaßen am Ende, dass er bereits Schulden bei der NPD-Fraktion im Schweriner Landtag hat. Er hat den Tartverdacht gegen Drewes offensichtlich lanciert und ihn in den Suizid getrieben. Diese Infos stammen aus verschiedenenen Quellen der Meck-Pomm-Naziszene. Faschisten bekämpfen, von aussen und innen!

@Roterstern

Fight Sexism 27.08.2008 - 13:07
Beim nächsten Mal bitte "Alte" durch einen weniger sexistischen Ausdruck ersetzen. Sexismus ist keine geeignete Form, (weibliche) Nazis zu diskreditieren. Er gehört ebenso bekämpft, von außen und wie mensch sieht von innen.

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