Tag der Reservisten (Pdm)

Antimilitaristische Initiative Potsdam 29.09.2007 15:32
Es regnete stark und trotzdem gab es Protest gegen die Shows der Uniformierten und Waffenträger.
Tag der deutschen Reserve Truppen


heute wurde in ganz Deutschland das bestehen von reserve Truppen für den Kampfeinsatz gefeiert. Der Tag der Reservisten wurde in Potsdam u.a. von der Reservistenkameradschaft "Großer Kurfürst" organisiert die nicht nur im Namen an die militärische Tradition Preußens errinnert.
Das der berühmte General und Innenminister Jörg Schönbohm aktives Mitglied des ganzen ist muss wohl nichtmehr erwähnt werden.

Trotz des Regen trafen sich aber ein paar Antimiltaristen in Potsdam um das (Werbe-)treiben der Bundeswehr nicht unkommentiert zu lassen. So gab es eine kleine Transpiaktion und viele Flugblätter für die Menschen in den Einkaufsstraßen.
Als die Flugblätter zur Neige gingen und die Polizei immer aufdringlicher wurde verließen sie den Platz am Brandenburger Tor und zogen weiter Informationen verteilend die Brandenburger Straße lang.

Für alle die nicht da sein konnten hier das Flugblatt und ein kleines Bild der Aktion.

Lasst den kriegerischen Bestrebungen von Bundeswehr und kriegsverherrlichenden Vereinen keinen Raum.

Schmeißt die Werber aus den Arbeitsämtern.

Für eine Welt ohne Militärs!

gez.
Antimilitaristische Initiative Potsdam

PS: Die Militärs stehen noch bis 18 Uhr auf dem Luisenplatz in Potsdam! Kommt vorbei und seit kreativ.

Flugblatt:

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Den Reservisten die Party vermiesen!
Krieg bleibt Krieg! - und Mord bleibt Mord!

In Zeiten von Auslandseinsätzen und kriegerischen Interventionen scheint es normal zu sein, diese und eine um sich greifende Militarisierung zu feiern! So versammeln sich heute der “Reservistenverband der Bundeswehr des Landes Brandenburg”, zahlreiche Prominente und Politiker, sowie “Reservemitglied” und “General-Urgestein” Jörg Schönbohm am Brandenburger Tor. Die Veranstaltung läuft unter der Schirmherrschaft des Potsdamer Oberbürgermeisters Jann Jakobs, der sich anscheinend für nichts und niemanden zu schade ist.

Frau Merkel stellt sich UN Sicherheitsrat uneingeschränkt an die Seite von US Amerika und Frankreich und erklärt damit dem Iran indirekt den Krieg. Weiter verteidigen deutsche Militär Verbände am Hindukusch die "Sicherheit" eines weit entfernten Landes. Besser gesagt die Sicherheit der deutschen Ölreserven. So werden Kriege um die knapper werdenden Ressourcen damit begründet das in den betreffenden Ländern ein "Demokratiedefizit" herrscht. Das ganze erinnert zynisch an die Zeit der Kreuzzüge wo die richtige Religion (militärisch) verbreitet wurde.

Im eigenen Land zwingt man weiter junge Männer ins Militär um die "Bundeswehr weiter im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern".
So muss auch noch 2007 mancher Kriegsdienst/- Totalverweigerer mit Geld- und Freiheitsstrafen rechnen. Obwohl es notwendig ist zu Verweigern um nicht die Profit- und Wirtschaftsinteressen militärisch durch zu setzen. Auch vier Kriegsgegner werden derzeit als angebliche Terroristen verfolgt, weil sie versucht haben sollen die kriegerische Praxis des deutschen Militärs aktiv zu
(zer-)stören. Ist es nicht verwerflich das Pazifismus in diesem Land immer noch gegen geltendes Recht verstößt?

Ob im Kosevo, dem Kongo oder in Afghanistan: Kriege dienen dazu wirtschaftliche und politische Interessen durch zu setzen.
Der politischen Praxis Soldaten und ihre Kriege als friedensbringend zu beschönigen muss heftigst widersprochen werden. So hat doch kein Mensch Geschlechtsverkehr um seine Jungfräulichkeit zu bewahren.

Schallte in Deutschland vor 60 Jahren noch ein "Nie wieder Krieg" haben wir derzeit eine der modernsten Angriffs und Interventionsarmeen + die drittgrößte Waffenindustrie der Welt. Weiter steht diese "Parlaments"armee derzeit in 8 kriegerischen Konflikten auf der ganzen Welt Fuß am Gewehr. Wieviel müssen es noch werden bevor die deutsche Öffentlichkeit gegen sie und die Schwemme von beflaggten Särgen protestiert? Müssen wir uns nicht fragen ob wir nicht schon längst östlich der Oder stehen würden wenn es dort Öl und profitträchtige Aufträge für unsere Wirtschaft gebe?

Während nun in allen Kriegen Menschen durch unsere Waffen sterben übt der Brandenburger "Reservistenclub" das Schießen um auch ja nicht aus der mörderischen Praxis zu kommen. Dabei sollte auch nicht vergessen werden, dass solche Vereine die Militarisierung der Gesellschaft favorisieren und mit Namen wie "Der große Kurfürst" klar in einer kriegstreibenden Preußischen Tradition stehen wollen.

Wir jugendlichen haben keine Lust als billiges Kanonenfutter herhalten zu müssen. Wir wollen Leuten die Krieg, Gewalt und Tod verharmlosen etwas entgegensetzen.

Wir wollen Perspektiven in einer friedlichen Welt ohne Ausbeutung durch die Wirtschaft. Wir wollen ein selbstbestimmtes und freies Leben.



Kriegstreibern das Mikro ausschalten!

Freiheit für die Antimilitaristen!
Die Bundeswehr sofort auflösen!
Den Kapitalismus und seine mörderische Praxis abschaffen!



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Reservisten Seite:
 http://reservistenverband.de/lg_brandenburg/index.php
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