Mexiko ultra katholisch: »El Yunque«

wikipedia 03.06.2007 15:49 Themen: Globalisierung Militarismus Repression Soziale Kämpfe Weltweit
Die »Organización Nacional del Yunque« oder einfach »El Yunque« ist der Name einer politischen mexikanischen Organisation von regionaler Eigenart, der aber landesweite Reichweite des Einflusses zugeschrieben wird und deren angenommenes Ziel es ist eine Ideologie der extremen Rechten welche im Katholizismus wurzelt zu fördern.
Organización Nacional del Yunque

Geschichte
Nach Angaben des Politologen Manuel Díaz Cid, von dem behauptet wird er sei Gründungsmitglied, wurde »El Yunque« 1955 gegründet, so »La Jornada de Oriente«
[1]

Das Ziel dieser Organisation sei das »Reich Gottes auf der Erde« zu errichten und die öffentlichen Institutionen mittels der Infiltration aller ihrer Mitglieder in den höchsten Spähren der politischen Macht zu evangelisieren.

El Yunke die Ultrarechte an der Macht
Einer der aktivsten Verbreiter von Berichten über die der Existenz dieser Organisation mit landesweiter operativer Reichweite, ist Álvaro Delgado, Journalist der mexikanischen Wochenzeitschrift »Proceso«. Delgado veröffentlichte Ergebnisse seiner Recherchen in den Büchern »El Yunque: La ultraderecha en el poder« Die ultrarechte und die Macht (2003) und in »El Ejército de Dios: Nuevas revelaciones de la extrema derecha en México«, Die Armee Gottes: Neue Beziehungen der extremen Rechen in Mexiko (2005). Das erst genannte Buch wurde mit einem landesweiten Preis für Journalismus in Mexiko in der Kategorie Reportage und investigativem Journalismus ausgezeichnet.

Palacio de Lecumberri, heute Archivo General de la Nación, in den 1970er Knast

Delgado benennt als seine Hauptquelle das »Archivo General de la Nación«, zitiert aber auch verschiedene Untersuchungen über die extreme Rechte in Mexiko und im Bundesstaat Puebla. Er zitiert auch ein Interview mit Generalsekretär der PAN Manuel Espino Barrientos das dieser der Zeitung »El Universal« im Mai 2002 [2] gab und sprach über die Existenz in einem Interview, welches er mit dem Journalisten Álvaro Delgado für dessen Buch »El Ejército de Dios« führte.[3]

Nach »El Ejércitoe de Dios« wird argumentiert, es handelt sich um eine Organisation, mit paramilitärischen Wurzeln[4](Delgado 2003: 23, 63) welche Aktionen einschließlich der Planung von Morden an Politikern durchgeführt hat.(Delgado 2003: 142). dabei Fassadenorganisationen, darunter das »Movimiento Universitario de Renovadora Orientación« (MURO) an der Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM) in den 1960 erngenutzt hat. Das angebliche Ziel von »el Yunque« ist es » den Staat zu ordnen, um die Stadt Gottes entsprechend dem Evangelium zu errichten. (Delgado 2003: 23).

Puebla
Nach Delgado wurde »El Yunque 1955 in Puebla durch Ramón Plata Moreno und Manuel Díaz Cid gegründet, angeblich umd die katholische Religion vor ihren Feinden »dem Kommunismus, dem jüdischen Volk und der Freimaurerschaft«zu verteidigen. Der frühere Bürgemeister von Puebla
Luis Paredes Moctezuma behauptet früher Mitglied von »El Yunque« gewesen zu sein. Heute führt er Demonstrationen gegen diese Organisation an und fordert der Auschuß der Mitglieder von »El Yunque aus der PAN. Er behauptet der Generalsekretär der PAN Manuel Espino sei Mitglied von »El Yunque« (was dieser mit der Behauptung kokett pariert, er hätte guteFreunde in »El Yunque« sei aber selbst kein Mitglied) , ebenso behauptet Espino »El Yunque« hätte eine maßgebliche Rolle bei der Präsidentschaftskampagne von Vincente Fox gespielt.

Diaspora: Puebla en Baja Saxonia
Am 26.Januar 2007 berichtete die Zeitung »milenio«, dass die mexikanische Botschaft in Berlin ihre
Claqueure für Calderón aus Puebla in Berlin geholt hätte. »La embajada mexicana también hizo su parte: invitó a mexicanos que simpatizan con Calderón, particularmente de Puebla y del DF, que residen en Berlín. Estos entusiastas presenciaron la ceremonia protocolaria de recepción a Calderón

Díaz Cid kommentierte, dass am Anfang, im April 1955, »El Yunque« eine pessimistische Vision hatte, dass einer seiner Fehler war, zu denken es gäbe eine weltweite Konspiration gegen das Christentum, welche dachte, dass die Kommunisten und die Kapitalisten, die augenscheinlichen Gegner, aus diesen Gruppen durch die Juden und die Freimaurern dominiert würden«.[5] Er bemerkte darüber hinaus, dass er mit Álvaro Delgado übereinstimmt dass diese Form der Organisationen mittlerweile überflüssig sind und betrachtet sie als verschwunden, nach der jüngsten Öffnung Mexikos zur Demokratie.

Nach Díaz Cid entstand »El Yunque«, da vor 50 Jahren, die Katholiken der »Universidad Autónoma de Puebla« (UAP) Ziel von Feindseligkeiten, zurückweisenden Einstellungen und Ausgrenzung waren«, was ihnen keine andere Wahl lies, als sich zu organisieren, um an der Macht teilzuhaben. Díaz Cid erklärt, dass sie Pseudonyme genutzt hätten, um der Spionage zu widerstehen, deren Ziel sie waren, hauptsächlich durch die »Dirección Federal de Seguridad« (DFS), einer besonderen politischen Polizei der mexikanischen Regierung, welche zum ersten mal die Aktivitäten von »El Yunque« 1975 entdeckte. Zur Kritik, welche Díaz Cid zu den Texten von Delgado übte, gehört dass es keine Initialisierungsriten für neue Mitglieder gegeben habe, wie sie Delgado bemerkt. Jedoch sollen sich diese Riten auf die tatsächlichen Kandidaten beziehen, welche sich langsam entwickeln. Er dagegen behauptet, dass »El Yunque« sich immer darüber im Klaren war und dass die Aufgenommenen wussten zu was sie sich verpflichteten. Ebenso merkt er an, dass »El Yunque« keine Geheimorganisation sei, da diese von der katholischen Kirche verboten seien. Jedoch erklärt Díaz Cid dass es sich um eine exklusive Gesellschaft handelt.

Verschiedenen wohlhabenden Unternehmern und Politikern, hauptsächlich von der »Partido Acción Nacional« (PAN) wurde nachgesagt, sie seien Mitglieder von »El Yunque«, hauptsächlich wegen ihrer Mitgliedschaft in verschiedenen Organisationen, welche von Delgado als Fassaden des »El Yunque« vorgestellt wurden. Einige dieser Personen haben ihre Zugehörigkeit zu »El Yunque« bestätigt, obwohl niemand bestätigt hat, dass die unterstellte Macht und die Reichweite des Einflusses von »El Yunque« sicher sei. Delgado behauptet auch, dass einige prominente Mitglieder von der PAN und des Kabinetts von Vincente Fox, zu welchen ein frühere Arbeitsminister und der zeitweilige Regierungsminister Carlos Abascal gehören, Mitglieder von »El Yunque« sind, Behauptungen, welche von den Bezeichneten abgestritten wurden.

Zu den, der »El Yunque« Mitgliedschaft bezichtigten gehört der Vater von Ricardo Salinas Pliego, der Eigentümer von »Televisión Azteca«, einer der reichsten Männer in Mexikos.

Die Kontroverse über die Reichweite des Einflusses von »El Yunque« begann 2003, mit der Veröffentlichung des Buches von Delgado, und steigerten sich wieder im Präsidentenwahljahr 2006. Verschiedene Teile der Gesellschaft nehmen die Existenz von »El Yunque« im Zusammenhang mit der Machtstruktur innerhalb der Regierungspartei PAN für gegeben an, während Andere die Existenz dieser Organisation und damit die entsprechenden Macht und den Einfluss bestreiten.

Die Figur des »El Yunque« wurde für propagandistische Zwecke von Teilen der Linken in Mexiko bemüht. Figuren, wie der Subcommandante Marcos beziehen sich gelegentlich auf sie, in Bezug auf die Machtstruktur innerhalb der PAN. [6] Die Präsidentschaftskandidaten der Koalition »Por el Bien de Todos« (PRD, PT und Convergencia) und Andrés Manuel López Obrador von der PRD machen diese Organisation für Angriffe gegen sie verantwortlich.

Don Diego Heriberto Zavala Pérez

La Jornada beschrieb im Mai 2006 Don Diego Heriberto Zavala Pérez, den Schwiegervater von Calderón Hinojosa, als Anwalt ohne Bibliothek und Veröffentlichungen. Er kam in die Justizbehörde von DF aus einer Laune des Staatspräsidenten Carlos Salinas de Gortari (PRI). Jahre später wurde er auf Anordnung von Ernesto Zedillo (PRI) zum Richter am Obersten Gericht von DF. Dort hatte er nicht den Ruf ein gerechter Richter zu sein, aber ein Mensch, des arm sein Amt antrat und mit monatlich 84.000 mx Pesos und einer Ranch im Wert von 11.Mio. mx Pesos in Pension ging.

Als der Präsidententitel an Calderón übergeben war, wurde unter dem Namen des 83 jährigen Diego Heriberto Zavala Pérez ein Buch veröffentlicht: »Derecho Familiar«, dieses wird in mexikanischen Universitäten als eines der wichtigsten Werke, welches in den letzten Jahren geschrieben wurde vorgestellt.

Nach der Vorstellung des Buches »Derecho de Familia« erhielt Diego Heriberto Zavala Pérez eine Auszeichnung der juristischen Vereinigung von Mexiko, der Ángel Buendía Buendía vorsitzt. Ángel Buendía Buendía ist Leiter der Innenrevision des Bundessicherheistministeriums. Der Schwiegervater des Präsidenten trat dann vor dem Auditorium der Universidad La Salle auf und beeindruckte durch die Einfachheit seiner Sprache mit welcher er über sein Buch sprach und dem juristischen Wissen, das er zeigte. ... in einem Teil seiner Ausführungen sprach er sich gegen das jüngst verabschiedete Gesetz zu Lebensgemeinschaften aus...

Calderón Hinojosa con hija del pastor aleman

Ab 02.Juni 2007 ist Calderón Hinojosa wieder in Europa auf Reisen: beim G8 +5 und an Fronleichnam besucht er seinen Nachfolger im Amt des Presidentes del Comité Ejecutivo Nacional, del PAN, Luis Felipe Bravo Mena, der gerade beim heiligen Stuhl als Gesandter abgestellt ist.


Fussnoten

[1]
Hasta hace cinco años, Díaz Cid fue de El Yunque; "hoy no tiene razón de ser", dice Periódico La Jornada de Oriente, 25 de agosto de 2003

[2]
Espino: de Sonora al CEN Periódico El Universal, 30 de mayo de 2002
Manuel Espino Barrientos ...reconoce: »Sé que la presencia en esta organización de algunos amigos míos (omite dar nombres), de los que por cierto me siento muy orgulloso, hizo que muchos me pusieran esta etiqueta, sin embargo no es verdad, no formo parte de El Yunque.«
Presidentes del Comité Ejecutivo Nacional, del PAN:
1996-1999 Felipe Calderón Hinojosa
1999 - 2005 Luis Felipe Bravo Mena
2005- Manuel Espino Barrientos

[3]
Abascal: Otra victoria del Yunque Proceso, 2 de junio de 2006 Abascal: Otra Victoria Del Yunque

Apenas el sábado 28 de mayo, ante el Consejo Nacional del PAN, Manuel Espino anunció una estrategia para la incorporación al gobierno federal de hombres y mujeres formados en la mística de exigencia y servicio de nuestro partido, no para tomar por asalto las dependencias gubernamentales, sino para sacudirse personajes del viejo régimen.

Y añadió: Proponemos entonces, no sólo por estrategia sino por sentido de responsabilidad, incrementar eficacia, eficiencia y competitividad en nuestros gobiernos en sus tres órdenes y, por precaución, asegurar presencia de funcionarios aptos y comprometidos con el proyecto de Acción Nacional.

Parte de la estrategia de Espino, quien en ese discurso afirmó falsamente que el PAN es de centro político, quedó claramente exhibida, hoy jueves 2 de junio, con el nombramiento de Carlos Abascal Carranza como nuevo titular de la Secretaría de Gobernación, una dependencia anodina por la incompetencia del permanenteaspirante presidencial Santiago Creel.

La designación de Abascal es, sin embargo, la más reciente victoria de la clandestina y ultraderechista Organización Nacional del Yunque, que busca apoderarse de todo en el ocaso del gris sexenio foxista: el triunfo mismo de Espino como presidente del PAN, el 5 de marzo, forma parte de esa estratagema, que pasa por el control total y absoluto de la estructura de ese partido y de sus gobiernos entodo el país.

No es que la extrema derecha llegue con Abascal al gobierno de Fox ni que se tomen por asalto las dependencias del gobierno, porque sencillamente lo hicieron desde el inicio del sexenio mediante Ramón Muñoz Gutiérrez, el poderoso consejero de Fox que sólo a los ingenuos se les ocurrió pensar que dejaría la penumbra para ir en reemplazo de Creel.

Como lo demuestra también la inminente designación del militante del Yunque, Luis Felipe Bravo Mena, como embajador ante el Vaticano, lo que en realidad pretenden los jefes de esa organización de extrema derecha es incrementar su influencia y establecer, desde posiciones de poder más prominentes, su propio proyecto político excluyente y autoritario mediante la manipulación de la legítima fe de losmexicanos.

Parte de este plan, una vez que Creel está controlado por militantes del Yunque, es impedir que Felipe Calderón la expresión del panismo doctrinario logre crecer, y aun provocarlo para que, por las críticas que públicamente haga, se le niegue el registro como contendiente, tal como lo advirtió el propio Espino.

Y si Creel no crece, como se prevé, existe un candidato alterno: Alberto Cárdenas, cuyo equipo forma parte también de la cofradía extremista, que alcanza a los organismos patronales, como la Coparmex, instituciones educativas para el reclutamiento, como la Universidad Popular Autónoma del Estado de Puebla (UPAEP) y la Universidad Vasco de Quiroga en Michoacán, así como el sector más ultraconservador de la Iglesia católica y otros organismos de fachada, como el Comité Nacional Pro-Vida y la agrupación política nacional Coordinadora Ciudadana.

¿Y Marta Sahagún, la mujer de Vicente Fox? Aunque insiste en que no buscará la candidatura presidencial, no tiene cancelada la posibilidad de aceptarla si se la ofrecen y, en el último de los casos, lograr su propósito fundamental: poder e impunidad, vía una senaduría panista por el Distrito Federal, donde tiene su residencia, la que por el repudio que concita tendría que ser por la primera minoría.

Así, la Organización Nacional del Yunque que no es mito ni mote está operando para lograr sus propósitos, como lo expresó Espino a este reportero en la entrevista, efectuada el año pasado, que forma parte del libro El Ejército de Dios, la segunda parte de El Yunque, la ultraderecha en el poder:

De que El Yunque existe, existe.

En eso tienes toda la razón

Y no está cruzado de brazos.

También tienes toda la razón.

Así, la más reciente maniobra del Yunque, convalidada por Fox, implica la llegada a la Secretaría de Gobernación de un personaje que controló al sindicalismo oficialista mediante pactos con líderes corporativos tan honorables como Leonardo Rodríguez Alcaine, secretario general cetemista, y Víctor Flores, presidente del Congreso del Trabajo. La fórmula es sencilla: la impunidad.

Ahora Abascal ofrece imparcialidad en el proceso electoral. Debe acreditarlo en los hechos. Pero no sólo en ese ámbito, sino en la relación con los poderes, las fuerzas políticas, los medios de comunicación y las iglesias, así como pleno respeto a la Constitución, las leyes y la historia que, aunque no le gusten,establecen con toda claridad la laicidad del Estado mexicano.

Una buena señal de que Abascal corresponde sus palabras con los hechos, o que la intolerancia seguirá siendo su sello, es anunciar públicamente que el cuadro de Benito Juárez que Fox desechó de Los Pinos y que, oportunistamente, Creel llevó a la Secretaría de Gobernación, permanecerá en el despacho de esa institución.

Pero lo fundamental es que el nuevo secretario asuma públicamente, con la autoridad moral de que se ufana, una posición rotunda ante la Organización Nacional del Yunque que, por sus métodos y propósitos, conspira contra la democracia.

Creel prefirió pactar con El Yunque, como en su momento lo hizo Carlos Castillo Peraza, según él mismo lo confesó, y ahora está en manos de ellos: Adrián Fernández, su coordinador de campaña; Juan Carlos Espina, subcoordinador, y Humberto Aguilar Coronado, hasta hoy subsecretario, son los mejores ejemplos de ello.

Apuntes

Ultraderechistas vergonzantes, Espino y Sahagún que alterna su papel de demandante e ideóloga muy pronto se exhibieron: el sábado 28 afirmaron que el PAN no es de derecha, menos de extrema derecha.Y ahí está Abascal.

[4]
De irregularidades e incoherencias... Periódico Cambio de Michoacán, 5 de junio de 2006

[5]
Hasta hace cinco años, Díaz Cid fue de El Yunque; "hoy no tiene razón de ser", dice Periódico La Jornada de Oriente, 25 de agosto de 2003

[6]
La (imposible) »geometría« del Poder en México, Subcomandante Marcos, 20 de junio de 2005

Bibliografía

Delgado, Álvaro (2003), El Yunque: La ultraderecha en el poder, México: Plaza

Janés. ISBN 970-05-1594-X. (Ganador del Premio Nacional de Periodismo 2003)

Delgado, Álvaro (2005), El ejército de Dios: Nuevas revelaciones sobre la extrema derecha en México, México: Plaza Janés.

González Ruiz, Edgar (2001), La última cruzada. De los cristeros a Fox, México: Editorial Grijalbo.

Enlaces exteriores

Delgado Alvaro. El Yunque, su pensamiento, en el Portal INEP.

Resumen oficial de la entrevista televisada acerca de El Yunque realizada a Álvaro Delgado por Carlos Loret de Mola el 21 de junio de 2004.

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Ergänzungen